Wissen und Beruf

Wissenswertes aus der Arbeitswelt

12
Sep

Außerschulische Lernorte – eine Alternative zur herkömmlichen Einführungsphase?

In der 10. Klasse des Gymnasiums (nach der G8 Variante, bei der G9 Alternative die 11. Klasse) werden Schülerinnen und Schüler während einer einjährigen Einführungsphase auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vorbereitet. Wie in einem Online Beitrag auf schulministerium.nrw.de nachzulesen ist, steht am Ende der Einführungsphase an einem Gymnasium der Erwerb des Mittleren Schulabschlusses. (Mittlere Reife). In diesem Zeitraum sind 34 Belegstunden wöchentlich verpflichtend einzuhalten. Schülerinnen und Schüler legen in dieser Phase durch die Wahl ihrer Kurse, die sowohl aus dem Pflicht – als auch aus dem Wahlbereich stammen, den Grundstein für die gesamte Zeit der gymnasialen Oberstufe frühzeitig fest. Zusätzliche Fächer können nicht hinzugenommen werden, eine Abwahl ist jedoch möglich. Ein festgeschriebenes Szenario. Doch es gibt auch Alternativen, wie sie im Internat Schloss Bieberstein angeboten werden. Ergänzend zum herkömmlichen Unterricht können die Teilnehmer hierbei die Vorzüge außerschulischer Lernorte kennenlernen und nachhaltige Auslandserfahrungen sammeln. Klingt attraktiv – ist diese Variante aber auch tatsächlich vorteilhaft?

Erlebnispädagogik – ganzheitliches Lernen

Außerschulische Lernorte sind prädestiniert, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Bereichen positiv zu beeinflussen, wie exemplarisch

  • Kompetenz
  • Wissen
  • Zeit
  • Raum
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Soziale Aspekte

Sicherlich, allein durch Auslandaufenthalte lassen sich aus pädagogischer Sicht die erforderlichen Lerninhalte nicht vermitteln. Auch eine gezielte Vermittlung des nötigen Wissens zählt zu den essentiellen Strukturen, die im Rahmen des herkömmlichen Unterrichts während der herkömmlichen Einführungsphase vorgenommen wird. Der Aufenthalt im Ausland stellt eine sinnvolle Ergänzung dar, um den Teilnehmern eine Kombination aus erlebnisorientiertem und praxisbezogenem Lernen zu ermöglichen. Hier sammeln die Schüler eigene Erfahrungen, die sie sowohl in schulischer Hinsicht voran bringen, aber auch im weiteren Leben hilfreich sind. Daneben erfährt man neue Kulturen und Lebensweisen, verinnerlicht vielfach die Sprache und erlernt die Fähigkeit, durch eigenes Handeln und Vorgehen, die Dinge aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Natürlich wird hier die Soziale Kompetenz gefördert. Bildung und Wissen werden auf eine nachhaltige Art und Weise vermittelt, so dass die Teilnehmer langfristig daraus ihren Nutzen ziehen. Die vielfältigen Möglichkeiten eines außerschulischen Lernens unterstützt die Heranwachsenden dabei, sich optimal zu entwickeln und neue Fähigkeiten und Interessen an sich zu entdecken. Dabei wird jedoch das schulische Lernen keineswegs vernachlässigt.

Digitale Medien kommen zum Einsatz 

Im Zeitalter des Internets und der Globalisierung sind digitale Medien natürlich auch im Bereich der außerschulischen Lernorte ein unverzichtbares Kriterium. Dank der Digitalisierung und der weltweiten Vernetzung werden hier über entsprechende Online Lernprogramme die notwendigen Lerneinheiten vermittelt. Exemplarisch in den Fächern Englische, Deutsch oder Mathematik wird so intensives und innovatives Erlernen möglich. Dieses bedeutet ein hohes Maß an Flexibilität, denn eine Übermittlung kann von jedem Ort und zu jeder Zeit vorgenommen werden. Durch die Nutzung dieser technischen Hilfsmittel wird auch die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler verfestigt und verbessert. Wie in diesem Zusammenhang in einem Online Artikel auf grin.com nachzulesen ist, sind außerschulische Lernorte für alle Schulfächer und Klassenstufen perfekt geeignet. Diese Vielfältigkeit erlaubt es sowohl den Lehrern als auch den Teilnehmern, diese Form individuell einzubringen. Doch auch die Politik bezeichnet Auslandsaufenthalte oder anderweitige Lernorte außerhalb der Schule als einen wichtigen Beitrag für nachhaltiges und ganzheitliches Lernen.

Insbesondere die intensiven Erfahrungen die junge Menschen dabei machen sowie die Tatsache, dass die Dinge durch sie bewusst wahrgenommen werden, wurden als wesentlicher Pluspunkt herausgestellt.

Bewertung der Leistungen der Teilnehmer 

So attraktiv sich Auslandsaufenthalte in Zusammenhang mit der Vermittlungen essentieller schulischer Schwerpunkte während der Einführungsphase auch darstellen – als einen gemütlichen Ausflug ohne Konsequenzen sollte man jedoch nicht denken. Ohne den entsprechenden Leistungsnachweis und eine intensive Mitwirkung am gesamten Projekt, sowohl im Unterricht als auch an dem Aufenthaltsort, wird die Teilnahme sicherlich nicht von Erfolg gekrönt. Nachweise über Fähigkeiten und das Erlernte müssen in Klausuren erbracht werden. Zudem werden Zeugnisse und Zertifikate ausgestellt, die dieses dokumentieren.

 

Comments are closed.